Neuer Entwurf der Verordnung in Thüringen. SPORT

Auszug : Vierter Teil

Organisierter Sportbetrieb

§48

Regelbetrieb mit primärem Infektionsschutz

Soweit das Ministerium oder die zuständige Behörde nach §1 Abs.4 keine andere Anordnungnach §2treffen, ist der organisierte Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und nicht öffentlichen Sportanlagen sowie unter freiem Himmelaußerhalb von Sportanlagennach Maßgabe dieser Verordnungund unter Abweichung von dem Mindestabstand nach §1 Abs.1 2.ThürSARS-CoV-2-IfS-GrundVOerlaubt, wenn ein vereins-und sportartspezifisches Infektionsschutzkonzept vorliegt, das sich nach den Vorgaben des jeweiligen Sportfachverbands und nach §4Abs.2richtet. Anlagenspezifische Infektionsschutzanforderungen des Trägers der Sportanlage bleiben unberührt.

(2) Vom Sportbetrieb nach Absatz 1 sind auch Abschluss-und Eignungsprüfungen sowie Lehrgänge für die Aus-und Fortbildung erfasst.

23(3) Sportveranstaltungen mit Zuschauern können durchgeführt werden, soweit die nach §1 Abs.4 zuständige Behörde die Durchführung erlaubt hat; falls erforderlich, kann diese BehördeAuflagen erteilen. Für die Zuschauerbeteiligung sindInfektionsschutzkonzepte nach§5 2.ThürSARS-CoV-2-IfS-GrundVO erforderlich.Die nach §1 Abs.4 zuständige Behörde kann in derErlaubnis bestimmen, dass sie auch für darauffolgende Sportveranstaltungen mit Zuschauern gilt (Dauererlaubnis) unter der Voraussetzung, dass 1.diese Folgeveranstaltungen in ihrem inhaltlichen Profil und in der Art und Weise der Durchführung im Wesentlichen mit der erstmalig erlaubten Sportveranstaltung überstimmen und

2.ein Widerrufsvorbehalt nach §36 Abs.2 Nr. 3und §49 Abs.2 Satz 1 Nr. 1 des Thüringer Verwaltungsverfahrensgesetzesin der Fassung vom 1. Dezember 2014 (GVBl. S. 685) in der jeweils geltenden Fassungfür den Fall einer Überschreitung des Schwellenwertes von 35 Neuinfektionen je 100000 Einwohner nach §13 Abs.2 Satz 1 2.ThürSARS-CoV-2-IfS-GrundVOin die Erlaubnis aufgenommen wird.Die Erlaubnis nach Satz 1 ist zu versagen, wenn die Sportveranstaltung nachSatz 1 Halbsatz1 insbesondere nach ihrem Gesamtgepräge, ihrer Organisation, dem geplanten Ablauf, der Dauer, der Anzahl der erwarteten Teilnehmer, der Art und der auch überregionalen Herkunft der zu erwartenden Teilnehmer oder nach den räumlichen und belüftungstechnischen Verhältnissen am Veranstaltungsort unter besonderer Berücksichtigung des aktuellen SARS-CoV-2-Infektionsgeschehens am Veranstaltungsort in besonderem Maßegeeignet ist, die Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2zu fördern.

§49

Eingeschränkter Regelbetrieb mit erhöhtem Infektionsschutz

Das Ministerium kann nach §2 Abs.2 anordnen, dass der Sportbetrieb in bestimmten Regionen für einen befristeten Zeitraum in den eingeschränkten Regelbetrieb mit erhöhtem Infektionsschutz wechselt. In diesem Fall gilt, dass:

1.der Sportbetrieb unter freiem Himmel dem Sportbetrieb in geschlossenen Räumen vorzuziehenist,2.vorrangig Übungs-und Wettkampfformen zu wählen sind, bei denen die Einhaltung des Mindestabstands nach §1 Abs.1

2. ThürSARS-CoV-2-IfS-GrundVO gewährleistet ist,

3.nur bei Sportarten oder Disziplinen, die nicht ohne direkten Körperkontakt betrieben werden können, von dem Mindestabstand nach §1 Abs.1 2. ThürSARS-CoV-2-IfS-GrundVO abgewichen werdendarf,

4.eine Durchmischung der Gruppen vermieden werdensoll, sofern der Sportbetrieb in Gruppen stattfindet,

5.mehrere Gruppen gleichzeitig die Sportanlage nutzenkönnen, sofern es die örtlichen Gegebenheiten zulassen.(2)

Für Sportveranstaltungen mit Zuschauern unter freiemHimmel

gilt §48Abs.3entsprechend. Sportveranstaltungen mit Zuschauern in geschlossenen Räumen sindim Falle der Einschränkung des Sportbetriebs nach Abs.1 Satz 1verboten.Abweichend von Satz 2 kann die nach §1 Abs.4 zuständige Behörde AusnahmenfürProfisportvereine in Bezug auf einen Lizenzspielbetrieb inder 1. bis 3. Bundesligaim professionellen oder semiprofessionellen Bereich bei Vorliegen der Voraussetzungen des §48 Abs.3 Satz 1 und 2 zulassen. Profisportvereineim Sinne dieser Verordnung sind neben Vereinen im Sinne des Vereinsrechts auch aus Sportvereinen ausgegliederte Profi-oder Semiprofisportabteilungen, die als juristische Personen des Privatrechts organisiert sind.

§50

Sportbetrieb bei Schließung von Sportanlagen

Im Fall einer Schließung von Sportanlagen durch

die nach §1 Abs.4 zuständige Behörde kann diese Behörde in engen Ausnahmefällen den Trainingsbetrieb, insbesondere für olympischeund paralympischen Bundeskaderathleten und Profisportvereine zulassen, sofern ein geeignetes Infektionsschutzkonzept vorliegt.

Quelle: https://bildung.thueringen.de/fileadmin/2020/2020-08-19_ThuerSARS-CoV-2-KiJuSSp-VO.pdf

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